{"id":1422,"date":"2015-09-13T21:07:51","date_gmt":"2015-09-13T19:07:51","guid":{"rendered":"http:\/\/epce.bmox.de\/?p=690"},"modified":"2015-09-13T21:07:51","modified_gmt":"2015-09-13T19:07:51","slug":"wir-sammeln-handys","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blogs.bmox.de\/?p=1422","title":{"rendered":"Wir sammeln alte Handys!"},"content":{"rendered":"<p><strong><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright wp-image-691 size-medium\" src=\"http:\/\/blogs.bmox.de\/wp-content\/uploads\/2015\/09\/HandyAktion_Logo_Web-als-jpg-Datei-300x300.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"300\" \/>Kirchen in Baden-W\u00fcrttemberg sammeln Althandys \u2013 100.000 in zwei Jahren sind das Ziel und wir sind mit dabei!<br \/>\n<\/strong><\/p>\n<p>Gebrauchte Handys sind zu schade zum Wegwerfen und enthalten wertvolle Rohstoffe, die nicht verloren gehen sollten. Vielen Handynutzer sind die globalen Zusammenh\u00e4nge in der Handyproduktion und deren Auswirkungen auf Umwelt und Gesellschaft jedoch wenig bewusst. Daher haben sich erstmalig Kirchen und Organisationen aus der Zivilgesellschaft in Baden-W\u00fcrttemberg zusammengeschlossen, um gemeinsam gebrauchte Mobiltelefonen zu sammeln und \u00fcber die \u00f6kologischen und gesellschaftlichen Auswirkungen des Herstellungsprozesses zu informieren. In den n\u00e4chsten zwei Jahren sollen 100.000 Althandys zusammenkommen, die entweder weiterverwendet oder umweltgerecht recycelt werden. Die Deutschen Umwelthilfe (DUH) und die Telekom Deutschland unterst\u00fctzen die Aktion mit dem neu entwickelten Handysammelcenter.<\/p>\n<p><strong><em>Wir beteiligen uns an der Sammelaktion! Gebrauchte Mobiltelefone k\u00f6nnen ab sofort im Jochen-Klepper-Haus abgegeben werden! Einfach beim Gottesdienst oder einer unserer Proben Althandy mitbringen und einwerfen!<\/em><br \/>\n<\/strong><\/p>\n<p><strong>Sch\u00e4tze schlummern in Schubladen<\/strong><\/p>\n<p>Nach Angaben der DUH werden in Deutschland j\u00e4hrlich 35 Millionen Mobiltelefone neu gekauft. Jedes dieser Handys wird im Schnitt nur 18 Monate genutzt. Die Folgen sind 5.000 Tonnen Elektronikschrott pro Jahr. \u201eIn Deutschlands Schubladen schlummern \u00fcber 100 Millionen ungenutzte Handys und Smartphones \u2013 daraus lie\u00dfen sich mehr als zwei Tonnen Gold, zwanzig Tonnen Silber und 720 Tonnen Kupfer zur\u00fcckgewinnen. Diesen Schatz gilt es zu heben, und in den Kreislauf zur\u00fcck zu f\u00fchren\u201c, erkl\u00e4rt J\u00fcrgen Resch, Bundesgesch\u00e4ftsf\u00fchrer der DUH.<\/p>\n<p><strong>Gewalt und Armut bei Rohstoff-Gewinnung und Produktion<\/strong><\/p>\n<p>Bis das Handy jedoch in Deutschland ist, hat es viele Produktionsstufen in vielen L\u00e4ndern durchlaufen. \u201eDer Konsum bei uns hat weltweite Auswirkungen\u201c, sagt Oberkirchenrat Dieter Kaufmann, Vorstandsvorsitzender des Diakonischen Werks W\u00fcrttemberg \u2013 Landesstelle Brot f\u00fcr die Welt. Weil Gott die Menschen zur weltweiten Solidarit\u00e4t aufrufe, helfe Brot f\u00fcr die Welt den Menschen im Kampf gegen Ungerechtigkeit. \u201eWas ihr getan habt einem von diesen meinen geringsten Br\u00fcdern, das habt ihr mir getan.\u201c (Matth\u00e4us 25,40)<\/p>\n<p>\u201eGewalt und Armut dominieren den Abbau der Rohstoffe in den Minen im Osten der Demokratischen Republik Kongo. Und die Produktion der Ger\u00e4te geschieht immer wieder ohne Einhaltung menschen- und arbeitsrechtlicher Standards\u201c, sagt die Kongolesin Cathy Mpanu vom Entwicklungsp\u00e4dagogischen Informationszentrum (EPiZ) in Reutlingen. Alle Nutzerinnen und Nutzer von Mobiltelefonen tr\u00fcgen Verantwortung f\u00fcr ihr Konsumverhalten.<\/p>\n<p>Dr. med. Gisela Schneider, Direktorin des Dif\u00e4m \u2013 Deutsches Institut f\u00fcr \u00c4rztliche Mission e.V., unterst\u00fctzt und begleitet Gesundheitsprojekte im Ost-Kongo und berichtet: \u201eViele Menschen sind traumatisiert. Vor allem Frauen und M\u00e4dchen leiden unter der Gewalt: Tausende werden Opfer von systematischen Vergewaltigungen.\u201c Vor allem die Kinder seien mangel- oder unterern\u00e4hrt und litten unter armutsbedingten Krankheiten. Der Zugang zu einer guten Gesundheitsversorgung sei oft nicht m\u00f6glich.<\/p>\n<p>\u201eDas Handy ist f\u00fcr Jugendliche ein unverzichtbarer Teil des Lebens. Deshalb freue ich mich \u00fcber die Handy-Aktion, weil Jugendliche hier entdecken k\u00f6nnen, unter welchen Bedingungen ein Mobiltelefon hergestellt wird, welche Rohstoffe gebraucht werden und was das mit ihnen zu tun hat\u201c, so erl\u00e4utert Gottfried Heinzmann, der Leiter des Evangelischen Jugendwerks in W\u00fcrttemberg (EJW) die Relevanz der Aktion besonders f\u00fcr Jugendliche. Daher sind Kirchengemeinden, Schulklassen, Kommunen, au\u00dferschulische Bildungstr\u00e4ger sowie Einzelne oder Gruppen angesprochen.<\/p>\n<p>Im Tr\u00e4gerkreis der Handy-Aktion haben sich verschiedene Organisationen aus Baden-W\u00fcrttemberg zusammengeschlossen, die gemeinsam aktiv werden wollen. Sie kommen aus der Jugendarbeit, aus Kirche und Zivilgesellschaft, Aktionsgruppen, Fachdiensten und Eine Weltorganisationen.<\/p>\n<p>Dabei sind: Evangelische Landeskirchen in Baden und W\u00fcrttemberg, Diakonisches Werk W\u00fcrttemberg \u2013 Landesstelle Brot f\u00fcr die Welt, Dif\u00e4m &#8211; Deutsches Institut f\u00fcr \u00c4rztliche Mission e.V., Evangelische Jugendwerk in W\u00fcrttemberg (EJW), Aktion Hoffnung Rottenburg-Stuttgart, EPiZ &#8211; Entwicklungsp\u00e4dagogisches Informationszentrum Reutlingen und der Dachverband Entwicklungspolitik Baden-W\u00fcrttemberg (DEAB).<\/p>\n<p>Schirmherr der Handy-Aktion ist Peter Friedrich, Minister f\u00fcr Bundesrat, Europa und internationale Angelegenheiten in Baden-W\u00fcrttemberg.<\/p>\n<p><strong>Weitere Informationen unter: <a href=\"http:\/\/www.handy-aktion.de\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">www.handy-aktion.de<\/a><\/strong><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Kirchen in Baden-W\u00fcrttemberg sammeln Althandys \u2013 100.000 in zwei Jahren sind das Ziel und wir sind mit dabei! 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